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In Gönningen, fast auf der Alb, gibt es jedes Jahr im April zwei Sonntage, an denen die Tulpe in allen möglichen Farben und Formen im Mittelpunkt steht. Der Ort, der im 19. Jahrhundert durch die Vielzahl von Samenhändlern bekannt war, hat heute zwar nur noch einen großen Samenhandel. Er zieht aber viele, viele Besucher an, wenn die große Blüte den Ort in bunte Farben taucht. Das ist jedes Jahr so.

Jedes Jahr? Nein, in diesem Jahr mussten die „offiziellen“ Tulpensonntage im April ausfallen. Überall im Ort sind aber natürlich die Tulpen zu sehen – am Ortseingang geht es los, in den Vorgärten, Gärten, rund um den Samenhandel und – ein besonderes Highlight: Auf dem Friedhof!

Ich bin immer wieder gern dort. Es ist eine Mischung aus Volksfest und andächtiger Stille, aus Staunen und: „Will ich auch haben“, denn natürlich wird an diesen Tagen auf dem Firmengelände gefeiert und verkauft.

Ich war dieses Jahr nun erst im Mai da – und neben dem gewohnt üppigen Bild verschiedenster Farbenpracht, bot sich mir auch ein Bild von welkender Pracht. Welkend, aber immer noch Pracht. Gerade auf dem Gönninger Friedhof schien mir das so passend.

An einem älteren Mann, den ich schon lange kenne, fiel mir eines Sommers auf, dass man an den Oberarmen noch deutlich sehen kann, welche Muskeln er einmal gehabt haben muss.

Ich treffe eine Dame in der Stadt, die mit dem Rollator unterwegs ist. Ein junger, gut aussehender Mann geht an uns vorbei. Sie schaut ihm hinterher – und lächelt, während sie ganz sicher nicht auf seinen Kopf schaut.

Da war nicht nur „mal was“. Da ist was. Solang das Leben reicht. Welkende Pracht. Aber Pracht.

Bilder und Text sind geschützt und dürfen nur nach vorheriger Freigabe durch (c) David Andreas Roth verwendet werden.
Löwenzahn, schwäbisch: Bettseucherle

Pflanzen fangen in der Regel ganz unten an – na ja, die meisten jedenfalls. Und sie recken sich nach oben. Und: Sie zeigen etwas von der Phantasie und der Fülle dessen, der sie geschaffen hat. So möchte ich auch sein. Vielleicht zieht es mich ja deshalb auch immer wieder hinaus, um zu fotografieren. Gerade jetzt, im Frühling…

Zu manchen Pflanzen hat es mich schon immer hingezogen: Zu Erdbeeren, wenn sie reif sind, aber auch zu den irgendwie exotisch wirkenden: Seidelbast ist so eine Pflanze. Und es zieht mich zu denen, die etwas von der Kraft der Urzeiten in sich haben: Schachtelhalm und Mammutbaum zum Beispiel.

Erdbeere, jetzt schon schön, aber – muss man noch warten…
Wenn die Kirschen im nachwinterlichen Wald mit ihren Blüten alles heller machen.

Das Leberblümchen hat seinen Namen angeblich von der Form seiner Blätter, die Märzenbecher – nun die blühen eben im März, die Anemonen oder Buschwindröschen bewegen sich im Wind sehr anmutig „Windsbraut“ oder „Schönheit in Bewegung“ könnte man den Namen übersetzen. Und die Küchenschelle hat mit Küche nun gar nichts zu tun, sondern mit „Küh-chen“, der kleien Kuh also. Das alles sind Frühblüher.

Schachtelhalm, den gab es schon als noch nicht einmal an Dinosaurier zu denken war…

Mammutbäume – in Württemberg sind viele auf Saatgut von Wilhelm I. gepflanzt worden, der sich bei der Bestellung von Saatgut wohl etwas vertan hatte. Und sie wachsen und gedeihen…

Für mich ist der immergrüne Baum ein Kuschel-Objekt. Ich habe es sonst nicht so mit dem Umarmen von Bäumen, aber die Rinde von diesen sanften Riesen, die muss man einfach mal gefühlt haben!

Seidelbast hat einen ganz eigentümlichen Glanz.
Direkt am Holz wachsen die Blüten des Seidelbastes. Eine so große Pflanze habe ich bislang nur einmal – im Brieltal – gesehen.

Besonders beeindruckend sind Pflanzen natürlich dann, wenn sie in Massen auftreten. Bei Leberblümchen ist es manchmal so, dass man nur eins entdeckt – und dann nach und nach mitbekommt, dass da die ganze Zeit schon tausende im Wald standen, die aber so vor sich hingeschwiegen hatten. In Überkingen, im Brieltal, im Glastal, im Pfaffental breiten sich ganze Teppiche von Märzenbechern aus. Ganz besonders beeindruckend ist das im im Wolfstal mit seinen engen Felsdurchgängen, dazwischen der „Zinnoberrote Kelchbecherling“, ein sehr seltener Pilz.

Zu den Pflanzen zieht es mich immer wieder hin. Gerade im Frühjahr, wenn sie anzeigen, dass „es“ wieder los geht. Und jedes Jahr scheine ich neue Blumen und Kräuter zu entdecken. Von vielen kenne ich die Namen nicht, aber sie sind – alle auf ihre Weise – wunderschön.

Die meisten von ihnen fangen unten an und recken sich nach oben – so möchte ich auch sein, mich nach „oben“ ausstrecken zu dem, der mich geschaffen hat – als Schönheit und als Zeichen für seine Größe.

Vögel sind unglaubliche Tiere. Gerade, wenn ich sie fotografieren möchte. Sie machen sich auf meinen Bildern häufig unsichtbar…

Rotmilan

Sie sehen: Sie sehen nichts…

Seit das Verbot körperlicher, zwischemenschlicher Nähe wegen der Corona-Pandemie gilt, habe ich plötzlich wieder mehr Zeit. Zusammen mit meiner Frau Karin oder auch allein bin ich unterwegs. Meist mit der Kamera. Und – wenn es um Vögel geht, mit einem erstaunlichen Talent, unsichtbare Tiere festzuhalten. Auf Facebook habe ich regelrechte Quiz-Veranstaltungen laufen gehabt. Und werde bis heute bei vielen Bildern, ob sie nun mit Vogelfotografie etwas zu tun haben oder nicht, gefragt, wo denn der Vogel darauf zu finden ist.

Hier, auf diesem kleinen Erdhügel auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Münsingen, habe ich die zwei Heidelerchen entdeckt, die man ganz klasse auf dem Bild…

…nicht sieht. Sie haben mich in Ruhe die Kamera in Anschlag bringen lassen, scharfstellen und dann sind sie weitergeflogen…

Manchmal gelingt auch was. Aber was ist das?

Von Zeit zu Zeit gelingt natürlich auch ein Schnapschuss! Aber was ist das dann? Natürlich habe ich ein Büchlein, mit dem ich Vögel bestimmen kann. Aber ganz ehrlich: Finken auseinanderhalten?

Ich finde die Vielzahl von kleinen Vögeln verwirend. Man muss auf alles achten und dann gibt es auch noch Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Tieren. Viele der Finken haben eine schwarze Augenbinde….

Bei den sogenannten Raubvögeln gibt es zumindest einige, die sich leicht zuordnen lassen: Der mit dem gegabelten Schwanz ist der Milan (bei uns fast immer der Rotmilan). Der mit dem runden Schwanz, der gern einmal von Raben gejagt wird und sich dabei meist dumm anstellt, ist der Mäusebussard. Und der, der ganz still und nur mit „Rütteln“ der Flügel in der Luft stehen kann, das ist der Falke. Da gibt es allerdings auch einige Unterarten: Baumfalke, Turmfalke…

Noch viel zu lernen in Coronazeiten. Und oft verblüffend, wie viele sich dann doch auskennen und sofort bestimmen können, was da abgebildet ist.

Das Abschlussbild: Eine Mönchsgrasmücke, weiblich. Hab ich mir nicht ausgedacht. Ich habe nur lange gelauert, bis das Bild gelungen ist.

Eine beeindruckende kleine Wanderung, bei der Kreuze als Zeichen für das Leben eine besondere Rolle spielen.

Am Anfang des Weges bieten Wegkreuze und rote Bänke eine gute Orientierung.

Es geht los in Frauenzell, einer kleinen Ortschaft im bayrischen Allgäu. Die etwas mehr als 800 Einwohner zählende Gemeinde gehört zum Markt Altusried. Startpunkt ist neben der Kirche am Kindergarten, der über ganz besondere Verkehrszeichen verfügt. Ob er damit auf die Rush-Hour mit Bobbycars hinweisen möchte?

Wie dem auch sei, der Weg führt um die Kirche herum, ein schönes Sträßchen entlang und dann aufs Feld. Im ersten Bild kann man gut die Orientierungspunkte sehen: Rote Bänke, Feldkreuze. Es geht über Buch und Maggmanshofen in Richtung Gschnaidt. Das ist ein Weiler, der ebenfalls zu Altusried gehört. Er besteht aus zwei Kapellen und einer Gaststätte, dem Gasthof zum Kreuz.

Kurz hinter Frauenzell – der Weg steigt an, ist aber bequem zu gehen.

Ich hatte schon früher von Gschnaidt gelesen und gehört. Der Weiler ist ein Wallfahrtsort. Es gibt Sagen rund um den Berg, auf dem die wenigen Gebäude stehen. Und es heißt, der „Wald der Kreuze“ rund um die Kapellen sei „mystisch“, „ergreifend“ und „anrührend“. Das hat mich interessiert und im nachhinein kann ich sagen: Das ist alles wahr – aber untertrieben.

Der Weg führt durch den Wald immer weiter aufwärts, bis schließlich die ersten Kreuze sichtbar werden – noch bevor man die Kapellen sieht, verändert sich der Wald.

Mitten im Wald beginnt der „Wald der Kreuze“. Menschen sind hierher gekommen, um Grabkreuze in den Waldboden zu stecken, rund um die Kapellen. Namen, Bilder, Lebensdaten… Es ist mystisch, ergreifend, anrührend, plötzlich von all diesen Kreuzen umgeben zu sein.

Ich habe ständig mit dem Tod, mit Trauer und Abschied zu tun. In diesem Umfeld habe ich einmal mehr gemerkt, dass mich die andauernde Beschäftigung damit nicht imprägniert hat gegen das, was in Gschnaidt so augenscheinlich wird.

Ich habe geweint zwischen all diesen Kreuzen. Und ich hatte Mühe, meine Gefühle zu sortieren.

Der Ort hatte für mich natürlich auch etwas von „memento mori“, die Erinnerung daran, dass wir alles sterblich sind.

Doch er ist vor allem geprägt von Liebe. Menschen haben sich die Mühe gemacht, die Grabkreuze ihrer Lieben dorthin zu bringen. Sie haben sie aufgestellt, vielleicht als ganze Familie, vielleicht als die einzige Hinterbliebene – mit Respekt, mit dankbarem Erinnern, mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen. Jedes dieser Kreuze ist ein Lebens-Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass ein Leben Spuren hinterlassen hat im Leben von anderen.

Es sind hunderte von Kreuzen, vielleicht tausende. Ich habe nicht gezählt. Manche sind alt, ganz verwittert, manche schon zerfallen. An einer Stelle hat jemand Bilder und Christusfiguren zusammengetragen, die zu Kreuzen gehört haben.

Auch das sind Lebens-Zeichen. Liebe und Hoffnung und Glaube sind in Gschnaidt für mich zu sehen, ja, zu fühlen gewesen, nicht zuletzt deshalb, weil ein Kreuzweg an den Kapellen seine letzten Stationen hat. Mit dem Kreuz ist ein Lebens-Zeichen gesetzt für Glaube, Hoffnung und Liebe. Der Glaube an ein Wiedersehen. Die Hoffnung darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Die Liebe, die der Tod nicht beenden kann.

Ein mystischer Ort, ergreifend, anrührend. Und das ist noch untertrieben.

Der Weg zurück Richtung Frauenzell führt entlang des Kreuzweges, der zu den durch die Kreuze hindurch. Auf steilen Pfad geht es den Berg hinunter zu einem Brunnen und dann nach rechts auf einem breiten Waldweg weiter.

Man folgt dem Weg bis zu einer Abzweigung nach links, die nach Vorderbrennberg und weiter über Rungatshofen zurück nach Frauenzell führt. Die reine Gehzeit liegt bei etwa zwei Stunden. Auf der Wegstrecke öffnet sich mit dem Weg aus dem Wald noch einmal der Blick weit in die Ferne, bevor man wieder am Kindergarten ankommt… Gut aufpassen da. Wegen des Werkverkehrs!

Jetzt blühen sie wieder. Eine friedliche Armee von Frühlingsboten ist im Wolfstal bei Lauterach angetreten, um fröhlich den Frühling anzukündigen. Begleitet werden die leuchtend weißen Blumen von Pilzen, die so tapfer so tun, als wären sie nicht vom Aussterben bedroht und Farbe bekennen. Welche? Zinnoberrot.

Wer sie noch sehen will, muss in diesem Jahr wohl schon bald starten. Zum Beispiel auf eine Wanderung durch das Wolfstal, nach Erbstetten, an Burgruinen vorbei hinab nach Unterwilzingen und die Lauter entlang bis zur Laufenmühle und zum Ausgangspunkt.

In Lauterach zeigen Schilder den Weg zum Wolfstal und zum Biosphären-Infozentrum. Schon wenige Schritte vom Parkplatz entfernt beginnt das felsige Tal. Es begrüßt einen schon mit den ersten Märzenbechern. Und wer genau hinschaut, sieht vielleicht auch schon bald die zinnoberroten Kelchbecherlinge (die für Menschen mit Rot-Grün-Schwäche wie mich auf unserer Tour häufig aus dem Schnee hervorgeleuchtet haben).

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Es sind tatsächlich Hunderte, Tausende, Abertausende, unzählbar viele Blumen, die am Rand des Weges bis hinauf in den Wald stehen und sich willig von den Menschen betrachten und fotografieren lassen. Wer an einem Wochenende kommt, sollte sich nicht wundern, dass neben den vielen Blumen auch viele Menschen unterwegs sind. Der frühe Wanderer genießt im Stillen…

Der Weg führt leicht ansteigend hinauf bis zu einem Wanderparkplatz.

IMG_5537Den Parkplatz kann man rechts liegen lassen und nach links Richtung Erbstetten wandern. Egal, ob man den Wiesenweg am Waldrand entlang nimmt oder dem asphaltierten Wirtschaftsweg folgt: Es ist eine schöner Abschnitt des Weges, der dann auf Höhe des Schullandheimes Vogelhof gekrönt wird von einem Gehege für Hirsche. Einfach nicht an Hirschgulasch denken, die Tiere in ihrer friedlichen Ausstrahlung genießen (sie lassen sich sogar streicheln) und dann weitergehen. Habe ich schon gesagt, dass man die reine Strecke locker in 3 Stunden „schaffen“ kann, das aber niemals schaffen wird…? Die Tiere und dann kurz darauf Unterwilzingen, ein Dorf, das wie aus dem Bilderbuch zu sein scheint. Überall gibt es etwas zu sehen, zu genießen…

Und das sind noch lange nicht alle Highlights! Rechts an der Kirche vorbei geht es durch das Dorf hinauf in den Wald. Dem Waldweg folgend in Richtung Ruine Wartstein lohnt es sich bis zum Heumacher-Felsen durchzuwandern. Denn hier öffnet sich der Blick über die Albfläche und – wenn man das richtige Wetter erwischt – bis zu den Alpen, die zum Greifen nah erscheinen!

Irgendwann muss man sich losreißen und da es auf der Höhe weitergeht und noch die eine oder andere Ruine auf der Wanderroute liegt, hofft man auf weitere Aussichten. Und wird nicht enttäuscht.

Die Ruine Wartstein besteht im Wesentlichen aus ein paar Mauerresten und einem modern anmutenden Turm: Auf den muss ich natürlich hinauf und oben in eisigem Wind kann ich natürlich wieder die Aussicht genießen!

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Die leztzten Bilder sind schon auf dem Weg zur Ruine Monsberg und zur Ruine St.Ruprecht, die am Weg oberhalb des Tales der Großen Lauter liegen. Von St. Ruprecht, einem Hügel, an dem man nur noch die Wallanlagen sehen kann, geht es auf steilem Weg hinunter auf den Talboden und dann bequem bis Unterwilzingen.

Spuren sieht man am Ufer der Lauter, die hier auch Teil eines Wassererlebnisweges ist.

Der Biber ist wieder im Tal der Großen Lauter angekommen und das sieht man auch. Es geht über einen Steg und am Anfang der Ortschaft über die Brücke zurück über die Lauter. An der Ecke steht ein verwilderndes Wegkreuz, das Anlass geben kann, über Gott und die Natur nachzudenken…

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Der weiße Fischreiher/Silberreiher ist ein besonderes Plus für diese Überlegungen über Gott und die Natur. Ich selbst bin immer wieder begeistert über die Schönheit, die mir an so vielen Stellen begegnet und die für mich den kreativen Geist bezeugen, der sie erdacht hat.

Der Weg führt weiter an der Lauter entlang und die Spuren des menschlichen Geistes werden sichtbar.

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Die Aquädukte (Wasser-Brücken) der Laufenmühle sind beeindruckend. Hier wurde mit Wasserkraft einmal Tuffstein gesägt. Heute lässt sich hier gut einkehren.

Jetzt ist es auch nicht mehr weit zurück zum Parkplatz und zu einem letzten kleinne Abstecher ins Wolfstal. Noch einmal kurz nachzählen, ob alle noch da sind…

Text und Fotos unterliegen dem Copyright. Verwendung nur nach vorheriger Genehmigung durch den Autor (c) David Andreas Roth.

 

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Urlaub…

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… ich hatte ihn nötig. Für ein paar Tage raus, zu zweit, Wandern, genießen. Balderschwang. Kannte ich nur dem Namen nach. Von Deutschland aus geht es über die höchste Passstraße Deutschlands (1407m), den Riedbergpass. Davon hatte ich bis vor kurzem keine Ahnung.

Dahinter öffnet sich ein Tal, das wirklich schön ist mit allem, was das Allgäu klasisch erwarten lässt: Kühe, Bäche, Wiesen und jetzt im Herbst wunderschön gefärbte Wälder.

balderschwang 091Im „Wäldle“, Oberberg 3, bei Familie Holzmann waren wir untergebracht: Gepflegt, nette Menschen, sehr freundlich und preisgünstig haben wir gewohnt. Ein Wanderweg startet direkt am Haus. Besser geht es kaum. Ja, und im Hintergrund sieht man den Säntis…

balderschwang 049Doch bevor ich zuviel ins Detail gehe einfach ein paar Eindrücke, denn die Kamera war fast immer dabei…

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„Herrgottsbeton“ nennt man das „Nagelfluhgestein“, das überall im Tal zu finden ist. Natürlich entstandenes Gestein, das geschliffen richtig schön aussieht.

Unglaublich beeindruckend alles, was aus Fels ist… Da (nächstes Foto) waren wir wirklich oben… Die Beslerrunde – sie beginnt – natürlich – am Riedbergpass.

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Neben den riesigen Dingen haben mich natürlich auch die ganz kleinen Dinge immer wieder fasziniert.

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Es gibt unendlich viele Farne, Moose, Flechten, Pilze mit bizarren Formen und Farben. Und – als ich genau hingesehen habe, habe ich auch Blaubeeren entdeckt. Kein Foto von ihnen – gleich gegessen!

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Beslerrunde 027Die Formen- und Farbenvielfalt der Flechten und Moose hat dazu geführt, dass ich manchmal für meine Verhältnisse wirklich sehr langsam vorangekommen bin.

Abschalten und in einer anderen Welt ankommen.

Einfach nur beobachten.

Und plötzlich spürt Karin, dass auch wir beobachtet werden.

Ein vorsichtiger Blick…

… Vier Augen schauen zu uns herüber…

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Nein, es sind mehr…

Beslerrunde 044Und noch was Tierisches zum Schluss: Dieser Admiral liebt Holz. Bevor er sich auf dem Zaunpfosten niedergelassen hat, landete er auf meiner Stirn… Ein unglaubliches Gefühl…

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Zum Ausflug in die Breitachklamm muss ich wohl mal an anderer Stelle berichten.

Eine spannende Einladung war es, die Thomas P. Zecher mir zukommen ließ. Ein Film – mit Liveperformance…

Ein besonderes Projekt

Er wolle mit seiner Frau Petra, mit mir und dem Musiker Stephen Blaich zum Festakt „25 Jahre Große Kreisstadt Metzingen“ etwas in unserem Städtchen noch nie Dagewesenes produzieren. Ein Film, etwa 15 Minuten lang, der als DVD produziert würde und beim Festakt in der Stadthalle als Live-Performance – mit Klavierbegleitung und Live-Moderation – „aufgeführt“ würde.

Gerne habe ich zugesagt. Die ersten Absprachen mit der Stadtverwaltung waren längst gelaufen: Die letzten 25 Jahre sollten dargestellt werden. Akzente wie Veränderung der Innenstadt, Bildung oder Verkehr waren gesetzt.

Bei einem ersten Treffen stellten die Zechers eine Fülle von Material vor, das aus Fotos aus dem Archiv der Stadt, aber auch aus vielen eigenen Filmaufnahmen zusammengestellt war. Erste Textvorschläge hatten Zechers mir gemacht, die ich dann in „meine Sprache“ umgesetzt habe und mit eigenen Ideen und verschiedenen Sprech-Formen unterlegt habe.

Arbeit und Professionalität aller

Bis zu einem zweiten Treffen ist es dann gelungen, das Material auf 15 Minuten zu kürzen und den Text in der Medienakademie Metzingen einzusprechen. Große Zusstimmung und einige Erweiterungs- und Änderungswünsche bescherten eine zweite – jetzt doch schon recht kurzfristige Beschäftigung mit der Materie.

Was wirklich begeisternd war, war die professionelle Zusammenarbeit. Sowohl die Stadtvewaltung (es gibt auch nervige Kunden, die Leute dort inklusive Oberbürgermeister gehören absolut nicht dazu!) als auch die Zechers und Stephen Blaich haben jeweils das eigene Wissen, Können und vor allem Sprachfähigkeit und Kommunikationswillen eingebracht, sodass mit der Arbeit über die Cloud und dann einer einstündigen Probe alles vorbereitet war.

Am Abend des 16. Juli war dann doch auch bei mir Aufregung angesagt. Auch wenn die Stadthalle bei Weitem nicht gefüllt war: Bei so viel Technik und wenn es darauf ankommt, auf den Punkt genau zu sprechen, kann einiges schief gehen. Würde der Film überhaupt ankommen. Wenn man sich dei 17 Minuten bereits 20mal angesehen hat, verblasst die Erinnerung an die erste, eindrückliche Wirkung…

Doch es kam wie vom Team gedacht: Petra Zecher führte souverän Regie, Thomas Zecher leitete gekonnt mit dem Verfolger, Stephen Blaich machte Musik, die in der Verhaltenheit wie in den Solo-Teilen einfach nur faszinierend war. Von den ersten Sekunden an saßen die Leute ganz vorne auf ihren Stühlen, gespannt, aufmerksam. Sie gingen mit. Und es hat richtig Spaß gemacht!

Menschingen

Eine Sprachschöpfung ist mir gelungen, die vielleicht – wie die Zeitung es zumindest aufgegriffen hat – prägend sein könnte, die mir nach fast 20 Jahren in Metzingen, aber einfach auch stimmig scheint: Metzingen ist Menschingen. Die Menschen hier bringen sich ein, tun etwas, lamentieren nicht nur. Es gibt einen extrem hohen Anteil von Leuten, die sich in Vereinen und Initiativen engagieren und die ehrenamtlich tätig sind. Es ist schön, hier zu leben, weil auch andere nicht nur hier wohnen, sondern ebenfalls leben… (O.K., das ist jetzt ein bisschen bei IKEA geklaut).

Hier noch ein Link zu einem der Zeitungsberichte. Hier klicken

Duisburg

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Der Infobereich des Landschaftsparks im Umspannwerk.

Hier hat es angefangen, von hier müssen auch die (vorläufig) letzten Eindrücke aus dem Pott kommen. Duisburg.

Der Landschaftspark Nord

Der Landschaftspark Nord war einmal das Gelände eines Hüttenwerkes. Und während an anderen Stellen die Umnutzung eines solchen Geländes auf eine oder zwei neue Bestimmungen begrenzt ist, glänzt der Landschaftspark Nord durch Vielfalt. Er ist Naherholungsgebiet, Kletterparadies, Industreedenkmal, Eldorado der Taucher und ein ganz besonderer Veranstaltungsort.

Ganz unterschiedliche Eindrückelandschaftspark tiger_turtle 081

So sind auch die Eindrücke einfach sehr unterschiedlich. Beim ersten Besuch haben wir vor allem das Naherholungsgebiet genossen – die Bäume, das Wasser, natürlich auch die Kontraste zwischen Industrie-Ruinen und Vegetation.

Beim zweiten Besuch waren es dann ebenfalls wieder diese Eindrücke, die am Anfang sehr stark waren: Bäume, die sich an verschiedenen Stellen ihren Platz gesucht haben. Aber auch speziell angelegte Gärten, in denen zum Beispiel Erzgestein abgeladen wurde und nun wird einfach gewartet, was dort wohl wächst.

Auch sehr beeindruckend: Der älteste verwilderte Garten Duisburgs. Er war der Hütte überlassen worden als die Autobahnen gebaut wurden (also wohl in den 1920er Jahren). Da war er aber schon verwildert. Heute ist er ein wunderschönes Biotop, eine Wasser- und Moorlandschaft.

landschaftspark tiger_turtle 038Freizeitpark

Neben den „naturnahen“ Eindrücken gibt es auch ganz andere Überraschungen: Den Hochseilgarten in der Gießhalle, es gibt Spielplätze und immer wieder Wasser, Informationen zum Thema Energie (was naheliegt), es gibt das Tauchsportzentrum im Gasometer und – für mich sehr beeindruckend: Im Erzlagerbunker wurde ein Kletterpark eingerichtet. Wer möchte und kann, der kann, wenn er möchte. Eine Anmeldung im DAV-Büro reicht, dann kann es in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen losgehen. Klettern, Klettersteige, Überhänge…

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Hier wurde einmal Erz „gebunkert“, also eingelagert und umgeladen!

Industriedenkmal

Und natürlich ist das ganze Gelände in sich und einzelne Teile im Besonderen als Industriedenkmal interessant.

Die vielen, vielen Stufen auf den Hochofen zu steigen, durch die Zischenstöcke zu gehen und dann die Aussicht über Duisburg, Oberhausen, Meiderich, Hamborn, Ruhrort zu genießen – das ist etwas! Vor allem etwas für Menschen ohne Höhenangst, denn man sieht durch die Metallstiegen schon immer recht gut nach unten.

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Blick von einem Steg in einen der Bunker.

 

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Es geht zwischen den einzelnen Teilen der Industrieanlagen auf Stegen – und auf Stiegen auch ganz hoch hinauf.

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Eigentlich ist genug Platz zwischen Kesseln und Ventilen, aber ich habe doch automatisch den Kopf eingezogen.

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ohne Worte

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Nur eine von vielen Aussichten…

Fun…

Auf den Spielplätzen gibt es natürlich besondere Attraktionen. Die Rutsche hat meine Frau natürlich ausprobiert. Ich natürlich nicht. Es muss mir ja nicht schlecht werden…

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Rutsche: Hoch und ab durch die Mauer…

Ich lasse es da gemütlicher angehen…

landschaftspark tiger_turtle 094Tiger and Turtle – auch das ist Duisburg

Vom Norden ziemlich weit in den Süden Duisburgs. Dort steht auf einer Halde (das Ruhrgebiet wäre platt ohne Bergbau! und auch die Deiche in Holland wären nicht so hoch, wie man uns erzählt hat). Also, auf der Halde, die heute „Heinrich Hildebrand Höhe“ im Angerpark, Duisburg-Wanheim-Angerhausen heißt, da steht eine Skulptur, eine „Landmarke“, die begehbar ist. Und – das Ding macht glücklich – es ist wie eine Achterbahn für Leute wie mich, die niemals im Leben Achterbahn fahren würden, weil es zu schnell ist und weil ich nicht zweimal fürs Essen bezahle, einmal um es zu essen und einmal dann noch, um es von mir zu geben!

Ich sage es aber gleich: Den Looping kann man leider nicht zu Fuß machen. Man kann einmal von der einen und einmal von der anderen Seite ran gehen. Das ändert nichts daran: Mit fantastischen Aussichten belohnt und glücklich bin ich von Tiger and Turtle und von der Halde wieder herabgestiegen…

Hier ein paar Eindrücke und damit lasse ich es dann auch genug sein mit dem „Urlaub im Pott“. Wir wollen wieder hin. Es gibt noch so viel zu sehen.

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Der Gasometer

Gasometer 002Wahrscheinlich ist der Gasometer eines der bekanntesten Gebäude in Oberhausen, gleich nach dem CentrO, dem größten Einkaufszentrum Europas.

Beide haben eines gemeinsam: Sie liegen in der so genannten „Neuen Mitte“ Oberhausens. Auch hier wurde Industriegelände umgenutzt. Für das CentrO wurden allerdings anders als an anderen Orten alle Gebäude abgerissen, damit das Einkaufszentrum, eine riesige Veranstlaltungshalle und verschiedene andere Freizeitzentren entstehen konnten.

Nun, nicht ganz „alle“ Gebäude. Der Gasometer steht noch. Dort, wo früher Gas aubewahrt wurde, ist heute ein ausgesprochen interessanter Ort entstanden, an dem Ausstellungen stattfinden und auch sonst etwas fürs Auge geboten wird.

Es empfiehlt sich, mit dem Außenaufzug ganz noch oben, auf die Aussichtsplattform zu fahren. Denn hier ergibt sich ein wunderschöner Blick – in alle Richtungen. Von drei Einzelplattformen aus, ist wirklich jede Ecke des Umlandes zu sehen. Die Emscher natürlich, aber auch der Tetraeder in Bottrop…

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Gasometer 018Der Ausstellungsraum – derzeit: Der schöne Schein

Was man sonst nur in Sammelbänden wie „1000 Kunstwerke, die man kennen muss“ zu sehen bekommt – in Nachbildungen und Fotografien, teils in starken Vergrößerungen und auf jeden Fall in interessanten Zusammenstellungen, – hier hat man sie an eine außergewöhnlichen Ort mit besonderer Beleuchtung versammelt.

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Uns hat es begeistert!

Präsentation der Ruhe

Und auch der zentrale Raum im 2. Stock, in dem zu mystisch anmutender Musik in 320-Grad-Projektion sich wandelnde Formen Ruhe und Entspannung ermöglichten, während man auf Stufen sitzen oder in großen Sitzsäcken liegen kann, hat seine Wirkung gezeigt. Und natürlich auch der gläserne Aufzug im Innern, der dann wieder hinauf zur Aussichtsplattform führt.

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Ein Blick von oben in den Gasometer: Am Rand die sich ständig verändernden Formen, unten heller erleuchtet die Treppen, dazwischen sind breitere Stufen zum Sitzen, Liegen, Genießen

Ein bisschen was über Duisburg sollte ich wohl noch berichten – da waren wir nämlich auch noch einmal im Landschaftspark Nord. Das ist ein besonderer Park, das ist auch bei näherem Hinsehen so… Und was „Tiger and Turtle“ ist, das kann ich dann vielleicht auch noch berichten.

Kohle, Erz und Wasser – Anfänge und Enden

St.Antony 011An allen Ecken und Enden begegnen wir dem, was das Ruhrgebiet ausmacht. An verschiedenen Stellen haben wir etwas tiefer hineingeschaut in das, was erst seit den 1920er Jahren Ruhrgebiet genannt wird. Wir haben festgestellt, dass es seine besondere Identität durch drei Rohstoffe bekommen hat: Kohle, Erz und Wasser. Und wir haben festgestellt, dass damit die Geschichte erst ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts beschrieben ist. Die Industrialisierung ist eigentlich eine Unterbrechung, ein gewaltsamer Bruch der Geschichte der Regionen gewesen, die heute als Ruhrgebiet verstanden werden. Ein Bruch, der sich angekündigt hat und selbst auch eine – kurze – Vorgeschichte hatte, bevor er mit Macht alles veränderte.

Die Wiege der Ruhrindustrie – die St.Antony-Hütte in Oberhausen

Wie dem auch sei, wir haben einiges lernen können – in Oberhausen standen wir an der Wiege der Ruhrindustrie.

St.Antony 001St. Antony heißt die Hütte, in der „alles begann“ und die Präsentation dieser Hütte ist einen Ausflug wert. Staunen, Kopfschütteln, Aha-Erlebnisse und Schmunzeln sind nur einige der Reaktionen gewesen, die das kleine Museum mit Freigelände bei mir ausgelöst hat.

Das Haus, in dem die Direktoren gewohnt haben, ist mit seinen Anbauten das einzige Gebäude, das heute noch von der Hütte steht, die bereits 1757 das erste Mal Roheisen produziert hat.

Dazu brauchte es Erz, Holz und Wasser. Das Wasser lässt sich heute noch im idyllisch angelegten Stausee bestaunen, das Holz (aus dem Holzkohle gemacht wurde) ist zwischenzeitlich nachgewachsen und Eisenerz liegt wohl immer noch unter der Grasnarbe, denn hier wurde Raseneisenerz gefördert. Erz also, das – sehr unrein – nur einen Spatenstich unter der Oberfläche als dünne Schicht zu finden war.

Wie römische RuiSt.Antony 014nen

Wie präsentiert man Ruinen? Denn die Hütte ist bereits 1843 als Hütte geschlossen worden – als es andernorts erst wirklich losging. Dementsprechend sind von ihr und auch von der Eisengießerei, die 1877 dicht machte, nur noch die Grundmauern übrig. Und die lagen verschüttet und überwuchert unter der Erde. Die Ausgrabung und die Präsentation erfolgte genau wie wir das von römischne Ruinen kennen – vorsichtig und Schicht für Schicht wurde abgetragen, ein Steg wurde über den gesamten Grundriss geplant und über das Ganze ein Schutzdach gezogen, um vor weiterer Verwitterung zu schützen.

Schön ist das Dach auch noch geworden, einige Preise hat die Konstruktion, die aus zum Thema passenden Materialien hergestellt ist, gewonnen.St.Antony 026

Mit 3D-Filmen wird unter diesem Schutzdach gezeigt, wie die Produktion stattgefunden hat, was den Standort so besonders machte und auch, welche Neuerungen die Qualität der Produkte dann nach und nach verbesserten.

Die Hintergründe dazu erfährt man dann im zweiten Teil der Ausstellung, im Haus.

Früher Kapitalismus, Anfänge der Industrialisierung

St.Antony 029Dort wird Geschichte aus Geschichtchen zusammengesetzt, was mir sehr gefallen hat. Und es gibt genug solcher Geschichtchen rund um St. Antony!

Wie man überhaupt an die Nutzungsrechte kam – dass Westfälischer Schinken Mitte des 18.Jahrhunderts ein wertvolles Bestechungsgeschenk war, habe ich da erst gelernt.

Dass es fromme Umweltschützerinnen gab, aber die Nonnen als zänkische Weiber abgetan wurden – bis der Damm brach und sich alles bewahrheitete, was sie geunkt hatten…

Dass Konkurrenzkampf tatsächlich ein Kampf war, in dem man die Arbeiter der konkurrierenden Hütte schon einmal abfing und gefangen setzte…

Nur ein Ausschnitt aus den Geschichtchen der Hütte, die mit den Namen der Urgründer der Gutehoffnunghütte verbunden ist: Jacobi, Haniel, Krupp, Wenge und nicht zu vergessen die Kirche, die auch ihren nicht immer rühmlichen Anteil an den frühkapitalistischen Machenschaften hatte.

Das alles und vieles mehr wird im Haus erklärt – mit Bildern, mit Texten, mit anschaulichen Stücken aus der Geschichte.

Mit einem leichten Schaudern haben wir die Hütte verlassen… Kapitalismus

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