Natürlich wähle ich! Ich gebe meine Stimme nicht ab, sondern setze sie ein. Das ist – ein großes Wort – Christenpflicht. Denn es nimmt ernst, dass wir das Beste für unseren Staat suchen sollen. Und Wählen zeigt zugleich Dank für das, was die geleistet haben, die bisher in unserem Landesparlament waren.

Die Pandemie hat die bestehenden Herausforderungen an einigen Stellen noch deutlicher gemacht: Unser Gesundheitswesen muss verändert werden, genauso wie die Bildung von der Kita bis zu Berufsausbildung und Uni. Die Themen Armut im Alter, Staatsverschuldung, Digitalisierung und Klimaschutz sind nicht nur auf europäischer, sondern gerade auf der Ebene der Länder drängend. Die Integration von zu uns geflüchteten und aus anderen EU-Ländern zugezogenen Menschen ist ein Langstreckenlauf, bei dem es in die nächste Runde geht. Und die Frage, wie miteinander gestritten werden soll – ohne voreilige Ausgrenzungen und ohne Hasstiraden – sie muss, nicht nur, aber auch, im Landtag geklärt werden.

Doch dazu brauchen die Menschen, die sich zur Wahl stellen, unsere Stimmen – erst in der Wahlkabine, dann auch im „stillen Kämmerlein“, wenn wir auch weiterhin für sie beten. Christenpflicht.

Dieser Beitrag ist am 13. März 2021 als „Angedacht“ und „Kirchenwort“ in der Südwestpresse Metzinger-Uracher Volksblatt und Alb Botte erschienen. Verwendung – auch in Auschnitten – nur nach voheriger Freigabe durch den Autor (c) David Andreas Roth