Am Anfang des Jahres habe meinen Schreibtisch aufgeräumt. Und dabei bin ich darauf gekommen, dass ich auch einige meiner Beziehungen ganz ähnlich aufräumen könnte. Getreu dem biblischen Motto: Prüft alles – und das Gute behaltet!

Für den Schreibtisch brauche ich drei „Kisten“. In die eine Kiste kommt alles, was ich behalten möchte. In die zweite Kiste kommen die Dinge, die sich erledigt haben oder unwichtig sind. Sie verstopfen mein Leben. Weg damit! Und dann gibt es noch eine dritte Kiste mit Dingen, bei denen ich mir nicht sicher bin.

Während ich Dinge sortiert habe, habe ich angefangen, ein paar Freundschaften und Kontakte innerlich durchzusehen: Was will ich in diesen Beziehungen als gut und hilfreich (bei-) behalten? Wo bin ich dankbar? Wo helfe ich gern? Zweite Kiste: Was hat sich erledigt (ein alter Zorn; Hilfe, die längst nicht mehr nötig ist)? Und (dritte Kiste): Wo bin ich mir noch nicht so recht sicher (sind unsere Treffen eine gute Gewohnheit oder ein leeres Ritual)?

Wer seinen Schreibtisch aufräumt, wirft dabei natürlich nicht den Schreibtisch weg. Und wer Beziehungen aufräumt…? Genau! Aber es lohnt, die Beziehungen vom Ballast zu befreien, zu prüfen – und das Gute zu behalten.

[Das Motto steht in 1Thessalonicher 5, Vers 21]

Dieser Beitrag ist am 9. Januar 2021 in der Südwestpresse (Metzinger-Uracher Volksblatt und Alb Bote) als Angedacht bzw. Kirchenwort erschienen. Verwendung – auch in Teilen – nur nach vorheriger Freigabe durch den Autor (c) David Andreas Roth