Psalm von David. Rhythmisch zu sprechen. Für eine Beerdigung geschrieben, bei der die Hoffnung bleibt, dass das Leben hier nicht alles ist. Es darf nicht alles sein. Gott schenke Versöhnung, die kein „zu spät, leider bist du jetzt tot“ kennt.

Das ist der Kern des christlichen Glaubens.

Als alle Welt der Meinung war, die Welt wäre nicht mehr zu retten, wäre in den Ketten der Schuld und man könne wetten: Gott hat keine Geduld.

Da kam Gott selbst herab, das ist ganz knapp, die Geschichte von der Krippe, vom Kreuz, an dem er starb und von dem leeren Grab.

Die Krippe: Das Baby, das Baby Jesus, das uns zeigen sollte, was Gott wirklich wollte: Liebe sein und Liebe geben und Leben geben, Leben in Ewigkeit.

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Das Kreuz: Was du auch tust, was du getan hast, was du vertan hast, was du verspielt, verpeilt, verkracht, verpasst hast, all das: hängt mit Jesus am Kreuz wird mit ihm getötet und für ungültig erklärt. Alle Schuld gekreuzigt, schon vor der Tat verjährt.

Das Grab ist leer: Das heißt, dass Jesus nach dem Tod wieder lebt und sagt, dass am Ende die Versöhnung steht, dass er ans andere Ufer geht und uns erwartet in dem Garten, der „Paradies“ als Namen trägt.

Wir sehen uns wieder und können darauf hoffen – das letzte Wort wird Liebe sein und der Himmel ist offen. Krippe und Kreuz und Grab zeigen, was Gott wirklich und schon immer wollte: Liebe sein und Liebe geben und Leben geben, Leben in Ewigkeit.

Das ist der Kern des christlichen Glaubens. Es ist nicht zu spät. Nichts ist vorbei. Wir sehen uns wieder!

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