Eine spannende Einladung war es, die Thomas P. Zecher mir zukommen ließ. Ein Film – mit Liveperformance…

Ein besonderes Projekt

Er wolle mit seiner Frau Petra, mit mir und dem Musiker Stephen Blaich zum Festakt „25 Jahre Große Kreisstadt Metzingen“ etwas in unserem Städtchen noch nie Dagewesenes produzieren. Ein Film, etwa 15 Minuten lang, der als DVD produziert würde und beim Festakt in der Stadthalle als Live-Performance – mit Klavierbegleitung und Live-Moderation – „aufgeführt“ würde.

Gerne habe ich zugesagt. Die ersten Absprachen mit der Stadtverwaltung waren längst gelaufen: Die letzten 25 Jahre sollten dargestellt werden. Akzente wie Veränderung der Innenstadt, Bildung oder Verkehr waren gesetzt.

Bei einem ersten Treffen stellten die Zechers eine Fülle von Material vor, das aus Fotos aus dem Archiv der Stadt, aber auch aus vielen eigenen Filmaufnahmen zusammengestellt war. Erste Textvorschläge hatten Zechers mir gemacht, die ich dann in „meine Sprache“ umgesetzt habe und mit eigenen Ideen und verschiedenen Sprech-Formen unterlegt habe.

Arbeit und Professionalität aller

Bis zu einem zweiten Treffen ist es dann gelungen, das Material auf 15 Minuten zu kürzen und den Text in der Medienakademie Metzingen einzusprechen. Große Zusstimmung und einige Erweiterungs- und Änderungswünsche bescherten eine zweite – jetzt doch schon recht kurzfristige Beschäftigung mit der Materie.

Was wirklich begeisternd war, war die professionelle Zusammenarbeit. Sowohl die Stadtvewaltung (es gibt auch nervige Kunden, die Leute dort inklusive Oberbürgermeister gehören absolut nicht dazu!) als auch die Zechers und Stephen Blaich haben jeweils das eigene Wissen, Können und vor allem Sprachfähigkeit und Kommunikationswillen eingebracht, sodass mit der Arbeit über die Cloud und dann einer einstündigen Probe alles vorbereitet war.

Am Abend des 16. Juli war dann doch auch bei mir Aufregung angesagt. Auch wenn die Stadthalle bei Weitem nicht gefüllt war: Bei so viel Technik und wenn es darauf ankommt, auf den Punkt genau zu sprechen, kann einiges schief gehen. Würde der Film überhaupt ankommen. Wenn man sich dei 17 Minuten bereits 20mal angesehen hat, verblasst die Erinnerung an die erste, eindrückliche Wirkung…

Doch es kam wie vom Team gedacht: Petra Zecher führte souverän Regie, Thomas Zecher leitete gekonnt mit dem Verfolger, Stephen Blaich machte Musik, die in der Verhaltenheit wie in den Solo-Teilen einfach nur faszinierend war. Von den ersten Sekunden an saßen die Leute ganz vorne auf ihren Stühlen, gespannt, aufmerksam. Sie gingen mit. Und es hat richtig Spaß gemacht!

Menschingen

Eine Sprachschöpfung ist mir gelungen, die vielleicht – wie die Zeitung es zumindest aufgegriffen hat – prägend sein könnte, die mir nach fast 20 Jahren in Metzingen, aber einfach auch stimmig scheint: Metzingen ist Menschingen. Die Menschen hier bringen sich ein, tun etwas, lamentieren nicht nur. Es gibt einen extrem hohen Anteil von Leuten, die sich in Vereinen und Initiativen engagieren und die ehrenamtlich tätig sind. Es ist schön, hier zu leben, weil auch andere nicht nur hier wohnen, sondern ebenfalls leben… (O.K., das ist jetzt ein bisschen bei IKEA geklaut).

Hier noch ein Link zu einem der Zeitungsberichte. Hier klicken