Duisburg

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Der Infobereich des Landschaftsparks im Umspannwerk.

Hier hat es angefangen, von hier müssen auch die (vorläufig) letzten Eindrücke aus dem Pott kommen. Duisburg.

Der Landschaftspark Nord

Der Landschaftspark Nord war einmal das Gelände eines Hüttenwerkes. Und während an anderen Stellen die Umnutzung eines solchen Geländes auf eine oder zwei neue Bestimmungen begrenzt ist, glänzt der Landschaftspark Nord durch Vielfalt. Er ist Naherholungsgebiet, Kletterparadies, Industreedenkmal, Eldorado der Taucher und ein ganz besonderer Veranstaltungsort.

Ganz unterschiedliche Eindrückelandschaftspark tiger_turtle 081

So sind auch die Eindrücke einfach sehr unterschiedlich. Beim ersten Besuch haben wir vor allem das Naherholungsgebiet genossen – die Bäume, das Wasser, natürlich auch die Kontraste zwischen Industrie-Ruinen und Vegetation.

Beim zweiten Besuch waren es dann ebenfalls wieder diese Eindrücke, die am Anfang sehr stark waren: Bäume, die sich an verschiedenen Stellen ihren Platz gesucht haben. Aber auch speziell angelegte Gärten, in denen zum Beispiel Erzgestein abgeladen wurde und nun wird einfach gewartet, was dort wohl wächst.

Auch sehr beeindruckend: Der älteste verwilderte Garten Duisburgs. Er war der Hütte überlassen worden als die Autobahnen gebaut wurden (also wohl in den 1920er Jahren). Da war er aber schon verwildert. Heute ist er ein wunderschönes Biotop, eine Wasser- und Moorlandschaft.

landschaftspark tiger_turtle 038Freizeitpark

Neben den „naturnahen“ Eindrücken gibt es auch ganz andere Überraschungen: Den Hochseilgarten in der Gießhalle, es gibt Spielplätze und immer wieder Wasser, Informationen zum Thema Energie (was naheliegt), es gibt das Tauchsportzentrum im Gasometer und – für mich sehr beeindruckend: Im Erzlagerbunker wurde ein Kletterpark eingerichtet. Wer möchte und kann, der kann, wenn er möchte. Eine Anmeldung im DAV-Büro reicht, dann kann es in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen losgehen. Klettern, Klettersteige, Überhänge…

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Hier wurde einmal Erz „gebunkert“, also eingelagert und umgeladen!

Industriedenkmal

Und natürlich ist das ganze Gelände in sich und einzelne Teile im Besonderen als Industriedenkmal interessant.

Die vielen, vielen Stufen auf den Hochofen zu steigen, durch die Zischenstöcke zu gehen und dann die Aussicht über Duisburg, Oberhausen, Meiderich, Hamborn, Ruhrort zu genießen – das ist etwas! Vor allem etwas für Menschen ohne Höhenangst, denn man sieht durch die Metallstiegen schon immer recht gut nach unten.

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Blick von einem Steg in einen der Bunker.

 

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Es geht zwischen den einzelnen Teilen der Industrieanlagen auf Stegen – und auf Stiegen auch ganz hoch hinauf.
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Eigentlich ist genug Platz zwischen Kesseln und Ventilen, aber ich habe doch automatisch den Kopf eingezogen.
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ohne Worte
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Nur eine von vielen Aussichten…

Fun…

Auf den Spielplätzen gibt es natürlich besondere Attraktionen. Die Rutsche hat meine Frau natürlich ausprobiert. Ich natürlich nicht. Es muss mir ja nicht schlecht werden…

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Rutsche: Hoch und ab durch die Mauer…

Ich lasse es da gemütlicher angehen…

landschaftspark tiger_turtle 094Tiger and Turtle – auch das ist Duisburg

Vom Norden ziemlich weit in den Süden Duisburgs. Dort steht auf einer Halde (das Ruhrgebiet wäre platt ohne Bergbau! und auch die Deiche in Holland wären nicht so hoch, wie man uns erzählt hat). Also, auf der Halde, die heute „Heinrich Hildebrand Höhe“ im Angerpark, Duisburg-Wanheim-Angerhausen heißt, da steht eine Skulptur, eine „Landmarke“, die begehbar ist. Und – das Ding macht glücklich – es ist wie eine Achterbahn für Leute wie mich, die niemals im Leben Achterbahn fahren würden, weil es zu schnell ist und weil ich nicht zweimal fürs Essen bezahle, einmal um es zu essen und einmal dann noch, um es von mir zu geben!

Ich sage es aber gleich: Den Looping kann man leider nicht zu Fuß machen. Man kann einmal von der einen und einmal von der anderen Seite ran gehen. Das ändert nichts daran: Mit fantastischen Aussichten belohnt und glücklich bin ich von Tiger and Turtle und von der Halde wieder herabgestiegen…

Hier ein paar Eindrücke und damit lasse ich es dann auch genug sein mit dem „Urlaub im Pott“. Wir wollen wieder hin. Es gibt noch so viel zu sehen.

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